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Judenhass

manfred herok ©2000-14

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aus:
Vom Judenhass zum Antisemitismus.
Materialien einer verlängerten Geschichte. Darmstadt: Luchterhand, 1987

Detlev Claussen

Vom Judenhass zum Antisemitismus

 

“Die Unterscheidung zwischen Judenhaß und Antisemitismus eröffnet aber dem Erkennenden die Möglichkeit, sich vom naturwüchsigen Antisemitismus zu befreien.
Die stete Wiederkehr des Antisemitismus erzeugt den Schein des "ewigen" Antisemitismus - aber dies ist ein falscher Schein.
Spätestens nach Auschwitz, hat man gemeint,
sei es unmöglich, noch Antisemit zu sein.
Adorno und Horkheimer haben dies prägnant in ihrem Schluesselwerk
"Dialektik der Aufklaerung" ausgedrückt: "
Aber es gibt keine Antisemiten mehr."(2) A la lettre genommen, können wir über diese Formulierung aus dem Jahre 1947 vierzig Jahre später nur milde laecheln;
aber es wird ein richtiger Gedanke angezeigt: Der Antisemitismus, der zu Auschwitz führte, und der Antisemitismus nach Auschwitz sind nicht identisch.
Dieser Gedanke führt über das eng abgesteckte Feld der Antisemitismusforschung hinaus: Antisemitismus ist ein Moment im gesellschaftlichen Prozess,
das nur künstlich zu isolieren ist.
Auf den gesellschaftlichen Zusammenhang kommt es an, in dem der Antisemitismus erscheint.
Dieser gesellschaftliche Zusammenhang läßt sich nur erkennen,
wenn man die geschichtlichen Unterschiede herausarbeitet.
Die Rede vom "ewigen Antisemitismus" bedeutet nichts anderes als eine intellektuell-politische Kapitulation vor dem Sachverhalt:
Man isoliert den Antisemitismus aus seinem jeweiligen gesellschaftlich-geschichtlichen Kontext und verwandelt ihn in eine anthropologische Konstante.
Schnell folgt daraus der Kurzschluss auf angebliche Nationalcharaktere,
zu denen ein nationalspezifischer Antisemitismus gehört.
Die Rede von "Deutschen und Juden" macht den Antisemitismus zu einer Angelegenheit von anthropologisch differenten Personengruppen,
ohne auf die gesellschaftlich-geschichtliche Bestimmung der Individuen zu achten. Der moderne Antisemitismus ist zweifellos an den Nationalismus gekoppelt,
aber die Reduktion des Antisemitismus auf die nationale Besonderheit
gibt gerade der ideologischen Form nach, zu der Nationalismus und Antisemitismus gehören.
Das Gerede von der nationalen Identitaet putzt nur die alte Ideologie auf;
die Identifikation mit nationalen Kollektiven wird für alle Beteiligten bestätigt.
Über der Freude "irgendwo dazuzugehören" wird vergessen,
daß Kollektivzugehörigkeit zunächst ein gesellschaftlicher Zwang ist.
Der gelbe Stern ist äußeres Zeichen für diesen Zwang.
Die Kennzeichnung der Juden als Juden im nationalsozialistischen Herrschaftsbereich ermöglichte überhaupt erst ihre Erfassung und Vernichtung.
Die Praxis, Individuen - unabhängig davon, was sie tun und sagen - Kollektiven zuzuschlagen, ahmt den gesellschaftlichen Zwang nach,
statt ihn zu kritisieren.
Es beruhigt ungemein, Auschwitz als Folge des deutschen Nationalcharakters zu begreifen und Traditionslinien durch die letzten tausend Jahre zu ziehen.
Aber diese anthropologische Formel verdeckt den wirklichen Zusammenhang von modernem Antisemitismus und der Massenvernichtung wehrloser, unbewaffneter Menschen.
"Keineswegs ist der totalitäre Antisemitismus ein spezifisch deutsches Phänomen. Versuche, ihn aus einer so fragwürdigen Entität wie dem Nationalcharakter,
dem armseligen Abhub dessen, was einmal Volksgeist hieß, abzuleiten,
verharmlosen das zu begreifende Unbegreifliche.
Das wissenschaftliche Bewusstsein darf sich nicht dabei bescheiden,
das Rätsel der antisemitischen Irrationalität auf eine selber irrationale Formel zu bringen.
Sondern das Rätsel verlangt nach seiner gesellschaftlichen Auflösung, und die ist in der Sphäre nationaler Besonderheiten unmöglich ."(3)
Die falsche Auflösung des antisemitischen Rätsels durch nationale Formeln beruht nicht allein auf falschem Denken, sondern ist in der materiellen Realität begründet.
Der Triumph des totalen Klassenkampfes und Krieges, den die Nationalsozialisten fuehrten, lebt in der Entsubstantialisierung der bürgerlichen Gesellschaft nach.
Die kosmopolitischen Ideale der Französischen Revolution "Freiheit, Gleichheit und Brüederlichkeit" haben sich in den Individuen nicht durchgesetzt, sondern diese klammerten sich im Verlauf der Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft an einen illusionären Strohhalm: an die Nation, der sie sich scheinbar von Natur zugehörig glaubten. In diesem Prozess zeigt sich, daß "Dialektik der Aufklärung" mehr ist als ein Buchtitel.
Die bürgerliche Gesellschaft sollte, ihrem Begriff nach, die Menschen aus ihren naturwüchsigen kollektiven Zusammenhängen herauslösen und individuieren.

Siehe (Quelle):::        >>>

>>>  Antisemitismus  >>>

 

“Christus nennt sich Gottessohn und Menschensohn: dieses ist eigentlich zu nehmen.
Die Araber bezeichnen sich gegenseitig als Sohn eines gewissen Stammes;
Christus gehört dem menschlichen Geschlecht an; dieses ist sein Stamm.” 
Hegel  >>>

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